Chris und ich hatten uns dieses Mal entschieden auf dem Rückweg von Deutschland nach Hong Kong einen verlängerten Stopover in Dubai einzulegen. Wir hatten ja schon viele Reiseberichte über Dubai gelesen und waren immer wieder begeistert von den Berichten über die derzeit dort durchgeführt Bauprojekte. Also haben wir ein Hotel so mittig zwischen Strand und Stadt gebucht und damit einen ganz guten Griff getan.
Wir sind in der Nacht von 1. auf den 2. Januar gelandet und waren als erstes Mal sehr begeistert von der ausgesprochenen Freundlichkeit der Menschen dort. Der Taxifahrer war gut drauf, machte keine Anstalten uns zu betuppen und brachte uns mit einer netten Unterhaltung in unser Hotel. Dort wurden wir direkt mit Namen begrüsst. Wow, wir waren beeindruckt!
Geweckt wurden wir dann am nächsten Morgen vom Gebetsruf um kurz vor 6 Uhr. Dieser hallt 3 Mal täglich durch die Stadt und entgeht wohl niemandem. Es sind Lautsprecher auf jeder Moschee und in jeder Moschee wird ein anderes Gebet gerufen. Dieses Gemurmel klang beim ersten hinhören ganz schön gruselig, aber dann haben wir uns schnell daran gewöhnt und konnten so immer gut einschätzen wie spät es ist.
Später haben wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Weg in die Innenstadt gemacht. Wir wollten einen der Souqs ansehen. Souq ist die arabische Bezeichnung für Markt. Mir fiel direkt ins Auge, dass es dort nur Männer gab. Ich war immer die einzige Frau, es sei denn es waren noch andere Touristen da. Irgendwie fühlt Frau sich dann doch komisch. Die arabischen Frauen, so musste ich lernen, verbringen Ihren Tag eher zu Hause im Kreise ihrer weiblichen Familienmitgleider. Nach kurzer Zeit hatte ich mich auch daran gewöhnt angestarrt zu werden und dann begonnen die Stadt mir Ihren Klängen und Düften zu geniessen. Ach ja, wusstet Ihr dass es einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Frauen auf der Strasse und der Anzahl der zur Verfügung stehenden Toiletten gibt?? Nein! Solltet Ihr aber berücksichtigen, wenn Ihr mal nach Dubai kommt. Man sollte sich ca. eine halbe Stunde bevor man wirklich muss schon mal nach einer Toilette erkundigen.
Auf den Souqs wimmelte es von Lädchen mit Gewürzen, Tee, Stoffen, Gold und Teppichen.
Wie immer mussten wir - in diesem Fall nur Chris, weil ich ja schwanger bin - alles ausprobieren. So wurden wir Zeuge des Konsums einer traditionellen Shisha und Chris hat den dickflüssigsten Kaffee getrunken, den ich je gedehen habe. Die Konsistenz war vergleichbar mit der einer Tomatencremesuppe.
Am zweiten Tag haben wir dann eine Stadtrundfahrt mitgemacht. Eine hop-on and hop-off Bustour. Wir konnten uns also frei einteilen an welchen Sehenswürdigkeiten wir länger blieben und an welchen wir nur mal kurz einen Schnappschuss aus dem Fenster machen. Mit Abstand am meisten haben uns diese künstlich durch Landgewinnung angelegten Inseln "Palm Deira und World Island" fasziniert.
Bekannt ist ja auch das Burj Al Arab. Dort sind wir aber nicht hinauf gefahren, sondern haben es uns nur von aussen angesehen. Auch das war schon wirklich beeindruckend. Das Gebäude steht auf einer Miniinsel ca. 100m vom Strand entfernt im Meer.
Dann wollten wir noch zum Kamelrennen, aber das ist ausgefallen, weil es für die Kamele bei 20 Grad zu kalt war????
So sind wir dann wie jeden Abend eigentlich super lecker essen gewesen und haben versucht die Eindrücke des Tages zu verarbeiten. Dubai ist einfach beeindruckend. Dort ist das höchste Gebäude der Welt geplant und sie haben auch schon begonnen zu bauen. Es soll bei Fertigstellung über 800m gross sein.
Dort werden Shoppingmalls aus dem Boden gestampft, dass man selbst zu staunen anfängt, wenn man Shanghai gewöhnt ist. Es ist in Dubai alles nur etwas südländischer. Die Leute sind nicht so hektisch und es ist auch nicht so laut wie in Shanghai oder Hong Kong.
Zu guter letzt haben wir noch einen Netten Tag am Swimmingpool gemacht und uns auf einem Souq eine Shisha als Andenken gekauft. Alles in allem ist Dubai in jedem Fall eine Reise wert und wir haben schon gesagt, dass wir mit Sicherheit den Stop auf dem Heimweg nicht zum letzten Mal gemacht haben.






