4/11/2007

Rugby 7s in Hong Kong Teil 2

Am nächsten Tag sind wir dann mit unserem mitschwangeren Pärchen losgezogen. Erstmal natürlich wieder nett essen und dann nach Lang Kwai Fong zum gucken!! Das war dann sehr spektakulär!! Denn an diesem Tag waren wirklich viele Verkleidet. Wir diesmal nicht.


Die für uns mit Abstand beste Verkleidung war "Der Borat"!! Also unter all den schrägen Gestalten muss man erstmal die Skrupellosigkeit besitzen so rumzulaufen.

Das Beste an dem Abend war dann, dass wir zufällig in einer Kneipe waren wo Ulli und ich ENDLICH unser alkoholfreies Erdinger Weissbier gefunden haben. Wir waren total happy, bis wir auf das Verfallsdatum geschaut haben.... Die Kellnerin meinte, dass das halt nicht so oft getrunken würde.


3/30/2007

Rugby 7s in Hong Kong Teil 1

Hier findet einmal im Jahr gegen Ende März eine riesige Rugbyveranstaltung statt. Es kommen Rugbyteams und -fans aus der ganzen Welt um diesem Spektakel beizuwohnen. Ich hatte bei diesen Veranstaltungen das Gefühl gewonnen, dass es weniger um den Sport als viel mehr um den Spass nebenher geht. Es ist im Prinzip wie Karneval in Köln. Viele verkleiden sich und fast alle -Schwangere natürlich nicht - betrinken sich.

Jedenfalls sind wir am 30. März abends auch losgezogen. Zunächst getrennt. Die Männer hatten zunächst noch das Annual Dinner von Bayer und wir Frauen sind dann inzwischen für uns sehr nett essen gegangen.

Wir Frauen bedeutet in diesem Fall Lisa, Tanja und ich. Uns dreien war der Brauch rund ums Rugby 7s nicht ganz so geläufig und wir hatten uns dementsprechend doch sehr gewundert als wir mitbekamen, dass unsere Liebsten sich für diesen Tag extra peinliche Anzüge haben schneidern lassen. Wobei peinlich wirklich untertrieben ist....


Also hinten von links nach rechts: Dominic (Tanjas), Marius, Chris (Meiner), Lars (Lisas) und vorn Roberto.

Jedenfalls haben wir dann gedacht, dass wir natürlich auch keine Spielverderber sein wollen und uns zumindest eine Federboa und einen schwarzen Hut zugelegt.

Von links nach rechts: ich (das ist Limo), Lisa, Tanja

Jedenfalls war die Stimmung super und wir haben viel getanzt und gelacht. Unsere Männer waren natürlich eine klasse Unterhaltung für die gesamte umherstreunende Bevölkerung.... der Tag an dem man sich eigentlich verkleiden sollte war nämlich erst der nächste Tag. ;o)

Wir hatten trotzdem unseren Spass.

3/21/2007

Lufthansa Service GmbH - 20.03.2007

Die Lufthansa Catering GmbH hat die GSLG (German Speaking Ladies Group) zu einer Besichtigung eingeladen.

Wir treffen uns mit 40 Frauen an der MTR Tung Chung um dort von der Lufthansa in kleinen Bussen zum Betriebsgelände gefahren zu werden. Auf dem Betriebsgelände angekommen werden wir freundlich begrüsst und müssen zunächst einen Sicherheitscheck wie am Flughafen durchlaufen. Zur Einstimmung gibt es dann die Flugzeugsäfte in Lufthansa Gläsern. Dann werden wir aufgefordert uns einen Kittel anzuziehen und ein Schutzhäubchen aufzusetzen. Wir werden in zwei Gruppen aufgeteilt und die Führung geht los.

Der Betrieb erstreckt sich über 3 Etagen auf einem bestimmt Fussballfeld grossem Gelände. Wir sehen die Bäckerei, die unterschiedlichen Kühlvorrichtungen, die gigantischen, computergesteuerten Palettenlagerhallen und die Cateringwägelchen aus den Flugzeugen.

Hier wird nicht nur für Lufthansa selbst sondern auch für viele andere Airlines das Essen zubereitet. Bis zu 800 unterschiedliche Gerichte gehen dort pro Tag über die Schwellen. Das ist sehr beeindruckend. Alles dort ist mega sauber!! Wir haben auch die Waschküchen gesehen und selbst die sahen sehr gut aus.

In den unterschiedlichsten Lebensmittellagern läuft alles nach dem "First in first out" Prinzip. Frische Lebensmittel, die aus der ganzen Welt angeliefert werden, lagern meist nicht länger als 48 Stunden.

Dann gibt es da Jobs, die wirklich nervtötend sein müssen. Den Job of the Day hatten für mich eindeutig die Frauen, die die Plastikgabeln, -löffel, -messer, das Salz, den Pfeffer, das Erfrischungstuch, den Zucker und den Kaffeeweisser in diese Kunststoffverpackung stecken mussten, die man dann nachher verschweisst auf dem Tablett findet.

Auch die Zubereitung des Essens ist für jede einzelne arbeitende Person nicht sonderlich vielseitig. Die haben Kernkompetenzen wie das Zuschneiden von Paprika, das Mixen von Kartoffelpü oder das Trennen von Zitronenscheiben. Schnell kam die Frage ob es ein Rotationssystem gäbe, so dass der eine nicht ständig nur Paprika schneidet, sondern auch mal zur Gurke rüber darf. Die Antwort war, dass das meist nicht gewünscht wird, weil die Arbeiter froh sind, wenn sie ihr Tätigkeitsfeld perfekt beherrschen und sich daher ungern in was neues einarbeiten.

Ich hatte ja zuvor schonmal den ein oder anderen fiesen Kommentar zum Essen bei China Eastern abgelassen. Das erklärt sich jetzt nur noch mehr nachdem wir gesehen haben, dass sich China Eastern -die auch vom Lufthansa Catering bedient werden- eigene asiatische Testesser besorgt hat. Alle anderen Airlines haben sich mit dem "westlichen Essen" arrangiert. Nur China Eastern hat Testesser abgestellt. :o))

Insgesamt hat die Führung 1h gedauert und wir haben danach noch einige sehr leckere Snacks bekommen. Das war eine sehr interessante Führung um einfach mal zu sehen wie viel dort schon fertig in den Wägelchen bereit steht. Ich hatte irgendwie immer den Eindruck gewonnen, dass die Flugbegleiterinnen noch etwas mehr an Board organisieren, aber nix. Alles schon fertig. Die müssen nur austeilen, grinsen und einsammeln. Was machen die denn bloss auf nem Flug von Frankfurt nach Hong Kong? Ich hoffe dass ich auch das noch erfahren werde. Vielleicht frage ich einfach beim nächsten Flug mal nach, was die in der Zeit machen in der sie kein Essen verteilen. Ich meine die sind ja schon immer auffällig ordentlich geschminkt und die Haare wirken ja auch fast immer wie frisch gebürstet. Ausserdem sehen die immer viel ausgeschlafener aus als die Passagiere...

Bootstour nach Tai O - 17.03.2007

Nach der langen Winterpause ist jetzt endlich wieder das Bayerboot unterwegs. Am Samstag um 12 Uhr haben wir am Queenspier abgelegt um von dort aus in Richtung Tai O zu schippern. Wir waren mit ca.20 Personen unterwegs. Die Crew hatte für Getränke und Snacks gesorgt und so konnten wir es uns - bei leider etwas diesigem Wetter - auf dem Boot gemütlich machen. Die Fahrt nach Tai O dauerte ca. 2 Stunden. Tai O ist ein altes Fischerdorf das wie Venedig sein soll.



In Tai O gibt es gar nicht so viel zu sehen. Nur eine "Hauptstrasse" an der getrocknete Fischsnacks verkauft werden. Die Häuschen auf den Stelzen wirken sehr zerbrechlich und baufällig. Die Wandhöhe liegt bei unter 1,70m. Ich könnte daher noch nicht mal in den Häusern aufrecht stehen. Trotzdem haben einige TV und Aircon. Das hat mich verwundert. Die Häuser haben nämlich irgendwie was von auf Stelzen gezimmerten Minicontainern.

In Tai O gibt es auch einen Tempel. Dieser Tempel hat zwei Türen. Eine äussere und eine innere Tür. Die äussere Tür hat eine sehr hohe Türschwelle, auf die man nicht drauftreten darf. Die Türschwelle ist so hoch, damit das Böse nicht eintreten kann. Die zweite Tür ist nur für Gott. Man sollte es also vermeiden durch die zweite Tür zu gehen. Die zweite Tür passiert man, indem man sie umgeht. Ein alter Mann ist geradeaus duch die 2. Tür gegangen und uns wurde gesagt, dass der das darf. Warum nur? Habs nicht gecheckt.

Nachdem wir in 1h Tai O erkundet hatten sind einige von dort mit dem Bus zurück gefahren und der harte Kern ist dann wieder aufs Boot. Die Weiterfahrt nach Lamme Island zum Seafood- Restaurant dauerte verdammt lange. Die See war zeimlich aufgewühlt und schon nach kurzer Zeit war den ersten schlecht. Nicht so schön!

Auf Lamma konnten wir uns dann erholen. Von den 14 Leutchen die noch dabei waren haben glaube ich noch 10 Leute gegessen. Das Essen war wie immer super!

Der Rückweg war dann OK. Gegen 22 Uhr waren wir wieder am Pier. Ein schöner Tag!

3/11/2007

H&M - Heute 11 Uhr

Ich möchte hier nur kurz zwei Bilder einstellen um zu zeigen, dass sich die gesamte Werbung von H&M gelohnt hat. Wir sind nicht in den Laden gekommen aber es hat sich gelohnt einfach mal zu schauen was sich dort so tut. Unglaublich oder?




3/07/2007

Mein selbstgenähter Schwangerschaftsrock

Was macht die Sandra denn so die ganze Zeit in Hong Kong? Die kann doch nicht nur Kaffee trinken, Wandern und Shoppen gehen und Mittag essen. Das stimmt auch! Eine meiner neu errungenen Fähigkeiten ist das Nähen!! Seit einigen Wochen habe ich an einem Nähkurs teilgenommen. Geleitet wurde dieser von einer australischen Designerin. Ziel dieses Kurses war es sich einen Rock masszuschneidern!! Nun kann ich auf Englisch nähen. Die ganzen Begriffe kenne ich leider nicht auf Deutsch, aber das macht ja erstmal nichts. Heute habe ich den Rock fertiggestellt und bin sehr begeistert. Daher müsst Ihr Euch den nun mal ansehen:

Das Gute ist, dass ich den nach der Schwangerschaft ganz einfach zu einem normalen Rock umfunktionieren kann. Also handelt es sich nicht nur um ein Kleidungsstück für 58 Tage!!

H&M eröffnet am 10.März 2007 um 11 Uhr seinen ersten Shop in Hong Kong!!





Ich habe ja schon sehr häufig gedacht, dass in Asien H&M einfach fehlt!! Das ändert sich jetzt! Eigentlich ist das nichts besonderes aber die Werbung übertrifft alles, was ich bislang vor einer Neueröffnung gesehen habe. Ich musste einfach mal folgende Fotos machen um diese Wahnsinns Imagewerbung festzuhalten. Es sind Strassenbahnen, ganze U-Bahnstationen und Strassenabschinitte sowie Flatscreens mit Madonna H&M Werbung bestückt worden!!! Ich glaube es gibt in ganz Hong Kong nicht eine einzige Frau, die nicht weiss wo und wann H&M eröffnet! Die ersten drei Tage wird man dort bestimmt totgetrampelt! Wenn ich Zeit habe, dann werde ich auf jeden Fall zum Eröffnungstermin gehen um Fotos zu schiessen!!!

Shanghai - 28.2.-3.3.2007

Am 28.2.2007 um 8 Uhr ging unser China Eastern Flieger nach Shanghai. Wie immer vor einem China Eastern Flug hatten Chris und ich vorher gut gefrühstückt, damit wir nicht auf die herausragende Boardküche angewiesen sind. Es ist sehr ratsam bei dieser Airline auf den warmen Teil des Essens zu verzichten. Hervorragend sind dagegen die von China Eastern eingesetzten Flugzeuge!! Sowohl auf unserem Hinflug als auch auf dem Rückflug hatten wir einen nigelnagelneuen Flieger. Sehr angenehm mit ordentlich Beinfreiheit!!
In Shanghai angekommen mussten wir feststellen, dass wir in eine andere Klimazone gereist waren. Keine Spur von den freundlichen 26 Grad in Hong Kong. In Shanghai waren grad mal 17 Grad und es regnete leicht. Dadurch haben wir uns aber die Wiedersehensfreude nicht nehmen lassen. Schnell sind wir mit dem Taxi zum Purple Mountain Hotel gefahren und haben unsere Klamöttchen abgeladen. Weil mein Schatzi in Rekordzeit von 11 Minuten alles gepackt hatte wunderte es uns auch wenig, dass er diesen Businesstrip so ganz ohne Hemden angetreten hatte. Damit stand dann unser erstes Ziel in Shanghai fest. Das konnten wir dann prima mit dem foodcourt auf der Huaihailu verbinden. FRUEDE!!! Kaum 2 Stunden in Shanghai und schon zum ersten Mal Teppanyaki gegessen. Anschliessend sind wir dann zum unterirdischen Babymarkt gelaufen um uns dort mal unter dem neugewonnenen Blickwinkel werdender Eltern umzusehen. Wow!! Eine Riesige Auswahl an wunderschönen Kindersachen für kleines Geld!! Etwas mussten wir natürlich kaufen aber wir haben es nicht übertrieben.
Dann sind wir zum Bund und haben erstmal Touristenfotos gemacht. Die fehlten uns nämlich noch von Shanghai. Nach einigen Aufnahmen mit dem Victoryzeichen und Zahnpastalächeln haben wir mit der Fähre nach Pudong übergesetzt um einmal durch unsere Wohnanlage zu laufen. Nette Erinnerung!
Am Abend hat es uns dann ins Latina verschlagen. ;o) All you can eat - brasilianisches BBQ.
Chris musste natürlich am nächsten Tag wieder arbeiten und so sind wir nicht wie geplant danach ins Zapatas gegangen sondern haben den Heimweg ins Hotel angetreten.
Während Chris schon auf dem Weg ins Büro war konnte ich ein wunderschönes Frühstück geniessen. Es gab sogar französische Crossiants, Müsli und jede Menge Früchte. Anschliessend musste ich mich auch schon tummeln um rechtzeitig am Xintiandi zu sein um meine ehemalige Arbeitskollegin Barbara zu treffen. Mit ihr bin ich dann in alter Tradition im Wagas zu Mittag essen und danach natürlich noch einen Cafe' Latte im Starbucks trinken gewesen. Wie immer war die Mittagspause zu kurz und die Zeit zu schnell vorbei. Schade, aber wir sehen uns ja wieder.
Der Nachmittag ist dann irgendwie verflogen und zu Abend sind wir dann auf meinen Wunsch hin in meine Lieblings-Tapasbar in der Maoming Lu gegangen. Mmmmmmmmmmuhhhhhhh Lecker! Brot mit Aioli, Gambaspfännchen, Jalapeno Peppers und Mixed Olives! OK, das Aioli musste ich wegen dem rohen Eigelb weglassen und mein normalerweise dazu konsumiertes Bier war ja auch gestrichen aber dennoch hat es sehr sehr gut geschmeckt!
Und was macht man mit einem angebrochenen Abend in Shanghai, wenn man nur 3 Tage vor Ort ist? Richtig! DVDs kaufen. Aus zuverlässiger Quelle hatten wir die neue Lokation des Ka De Clubs erfahren und uns von einem Taxi in der Taikang Lu absetzen lassen. Das bislang an jeder Niederlassung wiederkehrende Erkennungszeichen "Roter Lampignon" half uns auch dieses Mal den Eingang zu finden. Wie viele DVDs wir gekauft haben spielt ja keine Rolle aber da die dort keine Kreditkarten nahmen mussten wir uns auf dem Rückweg vom Taxi an einer Bank rausschmeissen lassen um unseren Cashvorrat aufzufüllen. Pro DVD oder CD 1 Euro sag ich nur!! Und es gibt alle aktuellen Kinofilme, Serien usw. Also mit 24 haben wir ja jedem schon in den Ohren gelegen. Ich sag nur Tütü tüüdüüüüüüü!! Es gibt sie übrigens! Die 6. Staffel!! Sie war leider noch nicht verfügbar! 2 Wochen noch!!! Zitter!
Jetzt haben wir aber etwas ähnlich grausamens aufgetan. Auch so eine Serie.. Prisonbreak! Naja, ich bin mal sehr gespannt ob uns die so fesseln kann wie 24.
Am Freitag habe ich mich dann Tagsüber mit Young zum Mittag verabredet und bin später auf einem der neuen Fakemärkte gewesen. Der den ich besucht hatte war an der U-Bahnstation vom Shanghai Science & Technologie Museum. Dort gab es eine super Taschenqualität!! Echtes Leder für kleines Geld. Ich hatte mich allerdings gegen eine weitere Handtasche entschieden, da ich bald wohl kaum noch einen Arm für eine Handtasche frei haben werde. Jedenfalls kann man nun noch viel bessser handeln als auf dem ursprünglichen Markt, weil sich der neue Standort noch nicht so weit rumgesprochen hat. Allerdings ist es dort auch noch nerviger da sich gleich 3 Verkäufer um einen reissen.
Am Abend war es dann endlich so weit - das lang ersehnte Essen im GINTEI Teppanyaki Restaurant um 19 Uhr! Und es sollte noch besser kommen. Unser Lieblingskoch war da!!! Für die, die uns noch nicht besucht haben ist die Qualität des Essens und die Vielfalt des Essens in diesem Restaurant nicht nachvollziehbar und daher mache ich auch keinen Versuch es hier zu beschreiben, da eine Beschreibung an das Esserlebnis nie rankommen könnte.


Wir haben 3 Stunden lang gegessen und getrunken für 17 Euro pro Nase!!

Es wäre kein Freitagabend in Shanghai, wenn nicht der nächste Gang ins Malones gewesen wäre. Das Malones ist eigentlich eine Sportsbar mit etlichen Flatscreens. Aber das Beste an dem Laden ist die Philippinische Liveband! Die spielen so richtig tolle Rockmusik! Die Stimmer der Sängerinnen und Sänger sind toll und es singen halt einfach alle mit.

Um halb 2 habe ich dann aber doch geschwächelt, weil die Kleine mir immer auf Blase rumgetanzt hat und ich die Hälfte der Zeit auf der Toilette verbracht habe. Unser Minimäuschen weiss halt schon was gute Musik ist!

Samstag gab es dann noch ein ausführliches Frühstück im Hotel und danach einen Kaufrausch auf dem 2. Teil des Fakemarktes. Dieser ist nun in einem Kaufhaus in Pudong nahe dem Next Age.

Zu guter letzt haben wir noch am Bund einen Kaffee mit Simone und Michael am Bund getrunken.

Fazit: Unsere alte Heimat gefällt uns nach wie vor sehr gut. Das Wetter und die Infrastruktur ist aber in Hong Kong bedeutend besser. Essen gehen kann man auf jeden Fall in Shanghai günstiger und ausgefallener. Uns hat unser Fahrer Zhang gefehlt.

2/15/2007

MTR Level 1 - 6

Dies ist ein Thema, das mir schon seit dem ersten Tag an dem ich in Hong Kong angekommen bin unter den Nägeln brennt. Warum gibt es so unendlich viele Leute, die mir jeden Tag bei jedem Gang einfach nur im Weg stehen?

Es beginnt quasi sobald ich unsere Wohnung verlasse. Der erste Gang ist in den Aufzug. Wir wohnen ganz oben, also in der 49. Etage. Daher ist der Aufzug leer wenn er ankommt. Bis wir das Erdgeschoss erreicht haben füllt sich der Aufzug und genau da beginnt das Problem. Er hält im Schnitt ca. 4 Mal auf dem Weg nach unten. Pro Anhalten steigen ca. 2-3 Personen ein. Das macht eine Mindestanzahl von 9-13 Personen (mich eingeschlossen). Der Aufzug ist darauf ausgelegt 8 Personen zu transportieren. Damit die zusätzlichen 5 Personen in den Aufzug passen rücken alle unfreiwillig etwas nächer zusammt. Dabei wird mir regelmässig auf die Füsse getreten, mir ein Rucksack an den Bauch gerammt, ein fieser Geruch in die Nase gedrückt oder etwas zu Essen an meinen Klamotten abgerieben.

Unten angekommen setzt sich das Problem fort. Wer als erstes einsteigt, der steigt als letztes aus. Ist ja auch kein Ding aber wir haben alle das gleiche Ziel! Die MTR (Hong Kong's U-Bahn). Unmittelbar vor mir laufen also 8-12 Asiaten. Der Weg den wir laufen ist ca. 2,50 m breit. Nun fallen die ersten negativ auf. Typisch an dieser Stelle ist es zu seinem Handy zu greifen und zu telefonieren, seinen gameboy in Gang zu setzen oder den ipod neu einzustellen. Dabei wird 100% der Konzentration auf das Handy, den gameboy oder den ipod verwendet. Fürs Laufen bleibt keine Hirnzelle mehr übrig. Das führt je nachdem, was gerade für mich als hinterherlaufende verwirrender ist entweder zum starken unvorhersehbaren abbremsen oder zu einem langsamen von rechts nach links chaotisch verlaufenden Gang. Ich habe also bis zu 12 sich chaotisch bewegende relativ langsame Hindernisse vor mir. Was soll ich also tun?

Die eine Möglichkeit wäre dahinter zu bleiben und einfach etwas langsamer zu gehen. Das liegt mir aber nicht, da ich nicht gern langsam laufe.

Die andere Möglichkeit ist zu überholen. Das ist bislang mein Favorit. Ich laufe also mit meiner persönlichen Durchschnittsgeschwindigkeit, die ca. 3 km/h schneller ist als die meiner unzähligen Mitmenschen, durch diesen Slalompakur. Wenn ich vorm Eingang alle überholt habe ohne wen anzurempeln, dann habe ich meinen persönlichen Level 1 geschafft.

Level 2 startet beim besteigen des Zuges. An den U-Bahnhöfen gibt es klare Anweisungen wie ein Zug bestiegen werden soll. "Please let passengers exit first." Für mich ist das eine klare Ansage nicht beim Öffnen der Zugtüren die zu überrennen, die aussteigen wollen sondern zu warten bis diese ausgestiegen sind und erst dann einzusteigen. Wenn man denn nicht ununterbrochen auf sein Handy, gameboy oder ipod starrt, dann entgehen einem auch nicht die Pfeile, die an jedem Zugeinstieg auf dem Boden angebracht sind. In der Mitte sind Pfeile die in Richtung aus dem Zug raus zeigen und jeweils an den Seiten sind Pfeile die in den Zug rein zeigen. Ich verstehe das so, dass die die aussteigen wollen das in der Mitte tun und die Einsteigenden sich an den Seiten anstellen um in dem Zug zu kommen. Praxis ist jedoch, dass alle gleichzeitig aus- und einsteigen und das natürlich in der Mitte.

Im Wagon angekommen habe ich dann nicht selten schon einen Hals. Dann stehe ich im 8. Monat schwanger, mich an eine Stange krallend im Gang. Einen Sitzplatz zu bekommen hatte ich bereits zu dem Zeitpunkt aufgegeben, als ein Rollkoffer ziehender Telefonierer mir beim Einsteigen über die Füsse und vors Schienbein gefahren ist. Natürlich gab es keine Entschuldigung.

Level 2 ist daher für mich geschafft, wenn ich im Zug bin und nicht wenn ich im Zug bin ohne wen berührt zu haben.

Level 3 ist neu!!! Seit einiger Zeit sind in jedem Wagon überall grosse gelbe Aufkleber angebracht. "Show other people that you have a loving heart." Unter diesem Spruch sind Comicartig 3 Situationen abgebildet in denen man anderen eine Platz anbieten sollte.

1. Kleinen Kindern
2. Alten Leuten
3. Schwangeren

Da ich mich inzwischen eindeutig in Situation 3 befinde warte ich in Level 3 auf die Person mit dem "loving heart". Aber wie sich nun jeder denken kann achten telefonierende, gameboy spielende oder ipod hörende Menschen nicht auf Aufkleber. Ich strecke nun mal ordentlich meinen Bauch raus und schaue demonstrativ in Richtung Aufkleber. Nix passiert. Mein freier Arm stemmt sich in meinen belasteten Rücken. Nix rührt sich. Es kommt der erste Stop und es steigen Leute aus. Schnell werden die frei gewordenen Plätze von Handy-, Ipod und Gameboybenutzern besetzt. Vor meinem inneren Auge brennt sich ein Feindbild in die Netzhaut. Mein Hals ist da und er ist gross.

Level 3 ist wirklich schwierig. Um ehrlich zu sein habe ich Level 3 erst ein einziges Mal geschafft. Direkt nach dem Einsteigen ist ein junger Mann für mich aufgestanden und hat mir seinen Platz angeboten. Das war aber auch ein Inder und kein Chinese.

Level 4 ist relativ einfach und bis auf ein einziges Mal habe ich Level 4 auch jedes Mal geschafft. Aussteigen! Komme ich nicht aus dem Zug ist Level 4 verloren. Die Ein- und Aussteigepraxis ist ja aus Level 2 noch bekannt.

Level 5 ist dann wieder echte Knochenarbeit. Der Zug fährt im Zielbahnhof ein und Zielbahnhof ist gleichbedeutend mit dem Deutsche-Bahn-Ausspruch "Sehr verehrte Fahrgäste bitte steigen sie an dieser Haltestelle aus, der Zug endet hier." Was das in Hong Kong bedeutet kann man sich vermutlich nur vorstellen, wenn man schon einmal zu Rush-hour dabei war. Ich kann schlecht schätzen wie viele Leute in einen Zug passen, aber ich schätze so ca. 50 pro Wagon. Es hängen ca. 10 Wagons an einem Zug und von jedem Bahnsteig gibt es ca. 2 Rolltreppen mit paralellen Treppen die vom Bahnsteig nach oben führen. Ich dränge also mit ca. 250 Peronen auf einen Rolltreppeneinstieg zu. 240 von diesen telefonieren, spielen gameboy oder hören ipod. Die restlichen 10 sind keine Chinesen und schauen sich verzweifelt an. Wenn ich auf der Rolltreppe stehe oder oben angekommen bin fühle ich mich jedes Mal so als hätte ich Level 5 verloren. Meine Nerven liegen blank, meist ist mir ziemlich warm und ich spühre die Ader an meinem Hals. Ich habe das dringende Bedürfnis jemanden anzuschreien oder mit meiner Handtasche zu vermöbeln.

Ich habe mit vielen Westlern über dieses Bedürfnis gesprochen und es scheint wirklich niemanden zu geben, der meinen ganz persönlichen Level 6 nicht versteht oder Level 6 nicht mindestens einmal schon gewonnen hat. Level 6 heisst Rache!!! Und Level 6 ist die Entschädigung für Level 1-5 und unerlässlich um bei dem meist anstehenden Termin als halbwegs ansprechbare Person zu erscheinen.

Meine Waffen: Mein Handy, Mein Gameboy, Mein Ipod
Christians Waffen: Sein Laptoprollkoffer, sein Blackburry

Ich telefoniere und schaue in die Luft, ich weiche niemandem aus. Mein Weg ist frei! Wenn nicht, dann wird gerempelt. Christian schneidet mit seinem Laptoprollkoffer schnibbelnden Chinesen den Weg ab, so dass sie stolpern. Das ganze kommt übrigens besonders gut, wenn man auf seinem Ipod nicht grad Schmusesongs hört. Ach ja, trotz allem sind wir selbstverständlich Westler und entschuldigen uns mit einem höflichen Lächeln für unser Level 6.

2/13/2007

Chinese New Year oder das feurige Schwein - 18.02.2007

Das chinesische Neujahrsfest findet abweichend von unserem Neujahrsfest nach dem Mondkalender statt. Nach dem westlichen Kalender ist das in diesem Jahr vom 18. Februar bis 4. März.

Zur Orientierung:
  • China hat aktuell das Jahr 4.703 und ab dem 18. Februar 4.704

  • Noch sind wir im unglücklichen Jahr des Hundes aber nach dem Jahreswechsel ist das überaus glückliche Jahr des Schweines!! Dieses Jahr ist für alle Leute glücklich, die nicht selbst im Jahr des Schweines geboren sind. Wer also nach dem 18. Februar diesen Jahres seinen 12., 24., 36., 48., 60., 72., usw Geburtstag feiert sollte sich durch ein Amulett mit dem Zeichen des Hasen, der Ziege oder des Tigers schützen.

  • Besonders gut ist dieses Jahr um geboren zu werden. Es ist nämlich nicht nur das Jahr des Schweines, welches Erfolg, Intelligenz, Geschick usw. verspricht. Es ist auch ein feuriges Jahr! Das bedeutet Leute die in diesem Jahr geboren werden, haben ein gutes Herz und Humor. FREU!!!

Die Chinesen feiern ihr neues Jahr mit einem Feuerwerk, Löwen- und Drachentänzen, einem Tempelbesuch und Geldumschlägen.

Was man noch unbedingt vor dem neuen Jahr erledigen soll:

  1. Das Haus gründlich putzen

  2. Schulden zurück zahlen

  3. Ein gemeinsames Familienessen

  4. Den Blumenmarkt besuchen


Was man in den ersten 3 Tagen des neuen Jahres vermeiden soll:

  1. Putzen (man fegt das Glück weg!)

  2. Geld leihen (dann wird das ganze Jahr finanzielle Schwierigkeiten bringen)

  3. Haare waschen oder schneiden (das Glück fällt vor allem in die Haare, daher soll es nicht durch waschen oder schneiden entfernt werden)

  4. Schuhe kaufen (Das cantonesische wort für Schuhe ähnelt dem Erschöpfungslaut, den ein angestrengter Läufer nach einem langen Lauf macht, wenn er sich setzt. Man wird sich das ganze Jahr wie erschlagen fühlen, wenn man Schuhe in den ersten 3 Tagen kauft)

  5. Ein Messer oder eine Schere benutzen (das Glück wird dadurch abgeschnitten)


Es wird in den ersten 3 Tagen des neuen Jahres jedes Schuhgeschäft und jeder Frisör geschlossen haben weil einfach niemand kommen wird. :o)

Man wünscht sich hier übrigens kein "Frohes neues Jahr" sondern man passt den Wunsch der Situation der jeweiligen Person an. So wird den Berufstätigen "Wohlstand" gewünscht, den Älteren "Gesundheit" den Kleinkindern "schnelles Wachstum" und den Studierenden "eine gute Auffassungsgabe".

Zur Zeit ist alles hier mit Schweinen geschmückt. Viele fette rosane Schweine begegnen einen in ungeahnten Dimensionen an allen Ecken und Kanten. Es ist einfach unmöglich zu übersehen, dass wir das Jahr des Schweines haben werden. In unserer Anlage steht folgendes Schweinerei:

Diese unauffällige Deko ragt über 3 Stockwerke und ist in sich beweglich. Einige Schweine turnen andere drehen sich und machen ohrenbetäubende Musik. Diese Deko führt dazu, dass sich hunderte von Chinesen dort ablichten lassen und immer brav das Victoryzeichen mit den Fingern formen. Die sind einfach anders.

Ich stehe jedesmal wieder fassungslos davor und denke mir "der Kitsch kennt keine Grenzen"!

2/03/2007

Philippinen - 18.-29.01.2007

Schon im letzten Jahr haben wir uns gedacht, dass wir noch einen vorerst letzten kinderlosen Urlaub machen möchten. Da fiel unsere Wahl auf die Philippinen. Es sollte ja nicht all zu weit von Hong Kong entfernt sein und im 7. Monat schwanger wollte ich auch nicht all zu fern von medizinischer Versorgung sein. 2,5 Flugstunden ist ja nicht weit und so fiel uns Cebu bzw. Mactan Island - eine Insel vor Cebu- ins Auge. Wir hatten den Plan uns dort hauptsächlich zu erholen und hatten daher das Maribago Beach Resort gebucht - eine sehr schöne Ferienanlage.


Wir hatten Übernachtung mit Frühstück gebucht um mit dem Mittag- und Abendessen flexibel zu sein. Als wir schliesslich in der Anlage ankamen wurden wir sehr freundlich mit einem Cocktail begrüsst. Wir konnten direkt auf unser Zimmer und haben dann erstmal ausgepackt, da es gerade kurz regnete. Regen hört sich natürlich frustrierend an, gerade wenn man in einer Ferienanlage ankommt, aber bei 34 Grad relativiert sich das. Es hat eigentlich alle 2-3 Tage immer mal wieder einen Schauer gegeben aber da die Luft so warm war, konnte man den Shower eher als nette Alternative zum Swimmingpool sehen.

Nach dem Auspacken hatte es schon aufgehört zu regnen und wir haben uns erstmal die Anlage angesehen. Nicht schlecht!!! 3 wirklich toll angelegte Pools, 4 Restaurants, Spa und Fitnessstudio. OK, einen Nachteil gab es dann doch. Am Strand hat es gestunken wie Hulle! Wir hatten keine Ahnung woher das kam, aber das war so ein fieser Geruch - schwefelartig, wie Stinkbomben - der in Schwaden immer wieder auftauchte. Wenn wir dem Gestank eine Farbe hätten geben müssen, dann wäre der so zwischen gelb-grün und lila gewesen.

Also haben wir uns mehr am Pool aufgehalten als am Strand und waren so das Problem los. Am ersten Abend sind wir dann in einem der Restaurants Seafood essen gegangen. Das war so richtig schön mit Aussuchen am Aquarium und hüpfenden Gambas! Schade war nur, dass ich ja keine ganzen Fische mag und Muscheln soll man ja wegen der Schwermetallbelastung in der Schwangerschaft nicht essen - so schrumpfte die Auswahl für mich auf 2 Gerichte zusammen. Gambas und Eis. Es gibt schlimmeres...

Am nächsten Morgen sind wir dann mit einem schönen Frühstücksbuffet in den Tag gestartet. Unsere Tage liefen eigentlich immer sehr ähnlich ab. Aufstehen gegen 9 Uhr, dann eine gute Stunde fühstücken, danach zum Pool. Gegen 14 Uhr mittag essen und dann zum Pool. Am Pool haben Chris und ich dann gelesen - Chris seine FAZ-Ausschnitte und ich meinen Krimi. Zwischendurch haben wir dann einen kleinen Gameboywettkampf veranstaltet und Fotos gemacht. Ums auf den Punkt zu bringen... wir waren faul und haben gegessen.

Obwohl ich vorsichtig mit dem Essen war hatte ich mir nach 3 Tagen dann doch eine Lebensmittelvergiftung eingefangen. Es ging abends los und bescherte mir eine Nacht, die ich leider auf der Badezimmermatte verbringen musste. Sorgen um die Kleine hatte ich ein Glück nicht, da ich ja einen Monat zuvor in Deutsschland das gleiche Spielchen mitgemacht hatte. Ausserdem hat die Kleine mich immer brav getreten und daher war das alles dann auch nicht so schlimm.

Blöd war allerdings, dass wir keinen Supermarkt in der Nähe hatten bei dem man mal was essbares hätte kaufen können. Unsere Anlage wurde von Wachposten bewacht und wenn man raus ging, dann wusste man auch warum. Die Leute die in den umliegenden Baracken wohnen sind sehr arm und es kommt wohl auch nicht selten vor, dass Touristen entführt werden. Das wussten wir vorher natürlich nicht. Neben unserem Hotel waren noch andere Hotels dort, aber wir haben uns trotzdem sehr unsicher gefühlt, als wir auf die Strasse gingen.

Ein Ausflug nach Cebu City hat diesen Eindruck auch nur verstärken können. In Cebu gibt es keine kulturellen Highlights und schön anzusehen ist die Stadt auch nicht. Unser Ausflug war dann nach 3 Stunde beendet und wir waren froh wieder in unserer Anlage und am Pool zu sein. Same procedure as every day....



OK, mein Buch von knapp 600 Seiten war dann nach weniger als der Hälfte des Urlaubes ausgelesen. Ich hatte keine Ahnung was ich noch essen sollte, da mir die Lebensmittelvergiftung das Vertrauen in die Hotelküche genommen hatte und mir war langweilig weil wir einfach nichts machen konnten. Tauchen darf man als Schwangere leider nicht, Wasserski ist auch zu riskant und lange wollte ich meinen Bauch auch nicht in die Sonne strecken, da ich die Kleine nicht kochen wollte. Kurzum ich wollte gern nach Hause. Chris, der mit seinen FAZ-Fetzen auch am Ende war und meinen Bauch von jeder Seite mit der Kamera aufgenommen hatte war dann auch bereit 3 Tage früher zu fliegen. Also sind wir zur Rezeption und haben die Damen gebeten unseren Flug zu verlegen. Die wollten dann natürlich wissen, warum wir den Urlaub früher beenden wollten und daher wurde uns dann der Hotelmanager aufs Zimmer geschickt. Dem haben wir dann meine Situation mit der Schwangerschaft, der Lebensmittelvergiftung und dem Essen erläutert und ihm 1000 Mal versichert, dass alle Angestellten super nett sind und das Zimmer toll ist usw...

Es stellte sich schliesslich heraus, dass wir nicht die einzigen waren, die Probleme mit dem Essen hatten... dadurch fühlte der Hotelmanager sich dann angespornt uns den Rest unseres Urlaubes so angenehm wie irgend möglich zu gestalten. Die Flüge waren nicht umbuchbar, so dass wir bis zum "bitteren" Ende bleiben mussten.

Wir haben dabei aber festgestellt, dass so ein Hotelmanager doch Einfluss auch den Verlauf eines Urlaubes haben kann. Er hat dafür gesorgt, dass ich bei jedem Essen frische Früchte bekommen habe und Bananen für Zwischendurch. Für den Rest des Urlaubes konnte ich beim Buffet aussuchen was ich wollte und uns wurde für mein Essen nichts in Rechnung gestellt.

Ein Ober war sogar so besorgt, wenn ich mal weniger gegessen hatte als für sein Verständnis notwendig, dann hat er mir irgendwas vom Buffet geholt was ich als Schwangere essen müsste. Er selbst hat auch eine schwangere Frau zu Hause und bereits 4 Kinder. Er wusste also genau was gut war und hat sich so richtig herrlich gekümmert.

Um genau zu sein, waren alle super nett und haben sich um uns gekümmert als wären wir die einzigen Gäste. Das war dann teilweise schon unangenehm, weil wir ja vorher auch schon mit dem Service zufrieden waren. Wir wollten gar keine Sonderbehandlung! Nett waren die ja eh schon. Immer wenn man an irgendwem vorbei ging wurde man freundlich begrüsst und angelächelt und das wirkte nie aufgesetzt. Die Philippinos sind wirklich ein sehr schönes und gastfreundliches Volk!

An einigen Abenden gab es dann auch etwas Abwechslung in unserer Anlage. Eine Musikgruppe hat Ständchen an jedem Tisch gebracht und man konnte sich Lieder wünschen, dann wurden traditionelle Tänze aufgeführt und akrobatische Kunststückchen gezeigt.

Die letzten Tage haben wir dann auch sehr gut verbracht. Wir haben uns zwei andere Top-Hotels angesehen und dort gegessen. Dann sind wir dazu übergegangen Wasserschlachten zu veranstalten und haben ein wenig über die anderen Hotelbewohner philosophiert. Alles in allem war der Urlaub doch richtig schön und wir hatten mal wieder Zeit füreinander und haben viel gelacht und uns unsere Zukunft mit der Kleinen vorgestellt. Wir sind nämlich jetzt auch sehr froh, dass es der vorerst letzte Urlaub ohne Kind war.



1/10/2007

Dubai - 1.bis 7. Januar 2007


Chris und ich hatten uns dieses Mal entschieden auf dem Rückweg von Deutschland nach Hong Kong einen verlängerten Stopover in Dubai einzulegen. Wir hatten ja schon viele Reiseberichte über Dubai gelesen und waren immer wieder begeistert von den Berichten über die derzeit dort durchgeführt Bauprojekte. Also haben wir ein Hotel so mittig zwischen Strand und Stadt gebucht und damit einen ganz guten Griff getan.

Wir sind in der Nacht von 1. auf den 2. Januar gelandet und waren als erstes Mal sehr begeistert von der ausgesprochenen Freundlichkeit der Menschen dort. Der Taxifahrer war gut drauf, machte keine Anstalten uns zu betuppen und brachte uns mit einer netten Unterhaltung in unser Hotel. Dort wurden wir direkt mit Namen begrüsst. Wow, wir waren beeindruckt!

Geweckt wurden wir dann am nächsten Morgen vom Gebetsruf um kurz vor 6 Uhr. Dieser hallt 3 Mal täglich durch die Stadt und entgeht wohl niemandem. Es sind Lautsprecher auf jeder Moschee und in jeder Moschee wird ein anderes Gebet gerufen. Dieses Gemurmel klang beim ersten hinhören ganz schön gruselig, aber dann haben wir uns schnell daran gewöhnt und konnten so immer gut einschätzen wie spät es ist.

Später haben wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Weg in die Innenstadt gemacht. Wir wollten einen der Souqs ansehen. Souq ist die arabische Bezeichnung für Markt. Mir fiel direkt ins Auge, dass es dort nur Männer gab. Ich war immer die einzige Frau, es sei denn es waren noch andere Touristen da. Irgendwie fühlt Frau sich dann doch komisch. Die arabischen Frauen, so musste ich lernen, verbringen Ihren Tag eher zu Hause im Kreise ihrer weiblichen Familienmitgleider. Nach kurzer Zeit hatte ich mich auch daran gewöhnt angestarrt zu werden und dann begonnen die Stadt mir Ihren Klängen und Düften zu geniessen. Ach ja, wusstet Ihr dass es einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Frauen auf der Strasse und der Anzahl der zur Verfügung stehenden Toiletten gibt?? Nein! Solltet Ihr aber berücksichtigen, wenn Ihr mal nach Dubai kommt. Man sollte sich ca. eine halbe Stunde bevor man wirklich muss schon mal nach einer Toilette erkundigen.

Auf den Souqs wimmelte es von Lädchen mit Gewürzen, Tee, Stoffen, Gold und Teppichen.










Wie immer mussten wir - in diesem Fall nur Chris, weil ich ja schwanger bin - alles ausprobieren. So wurden wir Zeuge des Konsums einer traditionellen Shisha und Chris hat den dickflüssigsten Kaffee getrunken, den ich je gedehen habe. Die Konsistenz war vergleichbar mit der einer Tomatencremesuppe.

Am zweiten Tag haben wir dann eine Stadtrundfahrt mitgemacht. Eine hop-on and hop-off Bustour. Wir konnten uns also frei einteilen an welchen Sehenswürdigkeiten wir länger blieben und an welchen wir nur mal kurz einen Schnappschuss aus dem Fenster machen. Mit Abstand am meisten haben uns diese künstlich durch Landgewinnung angelegten Inseln "Palm Deira und World Island" fasziniert.

Bekannt ist ja auch das Burj Al Arab. Dort sind wir aber nicht hinauf gefahren, sondern haben es uns nur von aussen angesehen. Auch das war schon wirklich beeindruckend. Das Gebäude steht auf einer Miniinsel ca. 100m vom Strand entfernt im Meer.

Dann wollten wir noch zum Kamelrennen, aber das ist ausgefallen, weil es für die Kamele bei 20 Grad zu kalt war????

So sind wir dann wie jeden Abend eigentlich super lecker essen gewesen und haben versucht die Eindrücke des Tages zu verarbeiten. Dubai ist einfach beeindruckend. Dort ist das höchste Gebäude der Welt geplant und sie haben auch schon begonnen zu bauen. Es soll bei Fertigstellung über 800m gross sein.

Dort werden Shoppingmalls aus dem Boden gestampft, dass man selbst zu staunen anfängt, wenn man Shanghai gewöhnt ist. Es ist in Dubai alles nur etwas südländischer. Die Leute sind nicht so hektisch und es ist auch nicht so laut wie in Shanghai oder Hong Kong.

Zu guter letzt haben wir noch einen Netten Tag am Swimmingpool gemacht und uns auf einem Souq eine Shisha als Andenken gekauft. Alles in allem ist Dubai in jedem Fall eine Reise wert und wir haben schon gesagt, dass wir mit Sicherheit den Stop auf dem Heimweg nicht zum letzten Mal gemacht haben.



Vorweihnachtszeit - 4. Dezember 2006

Hong Kong in der Vorweihnachtszeit ist schon eine Herausforderung für jemanden der den deutschen Vorweihnachtsrummel mag. Es werden zwar in jeder Shopping Mall Weihnachtslieder gespielt und dies jeden Tag von morgens bis abends, auch wird hier sehr umfangreich geschmückt, doch es fehlen die Details!

Beispielsweise erscheint uns hier die Wahl einer Palme als Weihnachtsbaum unpassend, da wir ja die gute alte Nordmanntanne gewöhnt sind. Die Romantik fehlt ein wenig bei diesem Anblick.

Doch man gibt sich hier alle Mühe die Europäischen Weihnachten zu kopieren. Getreu nach der Devise " Ham wa keine Tanne, dann basteln wir uns eine" und diese kombiniert mit dem Drang bei allem immer "Grösser, bunter, kitschiger" zu sein, konnten wir eine riesige "Tanne" hinter unserer Wohnanlage finden. Mit riesig meine ich so ca. 40m hoch!! Ein grüner Kegel aus Kunstrasenmatten, üppig geschmückt mit riesigen Kugeln in gelb, rot und orange - dazu dezente Blinklichter und ein überdimensionaler goldener Engel auf der fast schon nicht mehr sichtbaren "Tannenspitze". FROHE WEIHNACHTEN!!

Trotz dieser klaren Booten wollte bei uns einfach keine Weihnachtsstimmung aufkommen. Der Wunsch nach Deutschland zu reisen und einen richtigen Weihnachtsmarkt zu besuchen setzte sich nach und nach immer mehr in unseren Köpfen fest.

Wir haben festgestellt, dass zu einer richtigen Vorweihnachtszeit etwas Kälte gehört. Bei 30 Grad ist einem eher nach Eis als nach einem Tee und einer Wolldecke. Curry ist eindeutig kein Weihnachtliches Gewürz, da muss schon Zimt her!

Doch wir sind hier ja nicht die einzigen Deutschen, denen das heimatliche Weihnachten fehlt. So hat meine GSLG (German Speeking Ladies Group) kurzerhand einen Besuch bei dem Schockimeyer organisiert. Dies ist eine kleine Schokoladenfabrik in Hong Kong und diese wurde vor 12 Jahren von einem Schweizer gegründet und seither beliefert er die ganzen Hotels mit seinen kleinen Köstlichkeiten.


So kam es, dass zumindest ich am 30. November noch etwas in Weihnachtsstimmung kam. Früh morgens trafen wir uns mit ca. 20 Frauen und machten uns auf den Weg zu Schokoladenfabrik. Draussen waren es noch immer satte 28 Grad, doch drinnen war alles durch die Klimaanlagen runtergekühlt. Als erstes schlug uns eine wunderbare Duftwolke von feiner Schokolade ins Gesicht, dann wurden wir vom Schockimeyer selbst duch die Fabrik geführt. Das war toll! Wir durften etliche Schokoexemplare probieren und waren im Nu um einige Schokokennnisse erschwert. :o)

So habe ich endlich erfahren, warum in China die Schokolade und sogar die Nutella nicht so gut schmeckt wie in Deutschland. Die kopieren nicht schlecht - wie ich anfangs dachte - sondern sie müssen der Schockolade ein Mittelchen zufügen, welches den Schmelzpunkt von normalerweise um die 26 Grad auf über 30 Grad erhöht. Das hat natürlich den riesigen Vorteil, dass die Schokolade nicht schon in der Verpackung davon läuft aber es hat halt auch den Nachteil, dass sie nicht auf der Zunge zergeht. Schockimeyer nimmt dieses Mittel nicht und sorgt anstelle dessen für eine geschlossene Kühlkette bis zum Endverbraucher - und das schmeckt man!!

Es war wunderbar, danach gab es auch noch die Möglichkeit Schokolade und Pralinen zu kaufen. Davon habe ich dann erstmal Gebrauch gemacht und auf dem Heimweg mangels geschlossener Kühlkette schnell gegessen.