3/30/2007

Rugby 7s in Hong Kong Teil 1

Hier findet einmal im Jahr gegen Ende März eine riesige Rugbyveranstaltung statt. Es kommen Rugbyteams und -fans aus der ganzen Welt um diesem Spektakel beizuwohnen. Ich hatte bei diesen Veranstaltungen das Gefühl gewonnen, dass es weniger um den Sport als viel mehr um den Spass nebenher geht. Es ist im Prinzip wie Karneval in Köln. Viele verkleiden sich und fast alle -Schwangere natürlich nicht - betrinken sich.

Jedenfalls sind wir am 30. März abends auch losgezogen. Zunächst getrennt. Die Männer hatten zunächst noch das Annual Dinner von Bayer und wir Frauen sind dann inzwischen für uns sehr nett essen gegangen.

Wir Frauen bedeutet in diesem Fall Lisa, Tanja und ich. Uns dreien war der Brauch rund ums Rugby 7s nicht ganz so geläufig und wir hatten uns dementsprechend doch sehr gewundert als wir mitbekamen, dass unsere Liebsten sich für diesen Tag extra peinliche Anzüge haben schneidern lassen. Wobei peinlich wirklich untertrieben ist....


Also hinten von links nach rechts: Dominic (Tanjas), Marius, Chris (Meiner), Lars (Lisas) und vorn Roberto.

Jedenfalls haben wir dann gedacht, dass wir natürlich auch keine Spielverderber sein wollen und uns zumindest eine Federboa und einen schwarzen Hut zugelegt.

Von links nach rechts: ich (das ist Limo), Lisa, Tanja

Jedenfalls war die Stimmung super und wir haben viel getanzt und gelacht. Unsere Männer waren natürlich eine klasse Unterhaltung für die gesamte umherstreunende Bevölkerung.... der Tag an dem man sich eigentlich verkleiden sollte war nämlich erst der nächste Tag. ;o)

Wir hatten trotzdem unseren Spass.

3/21/2007

Lufthansa Service GmbH - 20.03.2007

Die Lufthansa Catering GmbH hat die GSLG (German Speaking Ladies Group) zu einer Besichtigung eingeladen.

Wir treffen uns mit 40 Frauen an der MTR Tung Chung um dort von der Lufthansa in kleinen Bussen zum Betriebsgelände gefahren zu werden. Auf dem Betriebsgelände angekommen werden wir freundlich begrüsst und müssen zunächst einen Sicherheitscheck wie am Flughafen durchlaufen. Zur Einstimmung gibt es dann die Flugzeugsäfte in Lufthansa Gläsern. Dann werden wir aufgefordert uns einen Kittel anzuziehen und ein Schutzhäubchen aufzusetzen. Wir werden in zwei Gruppen aufgeteilt und die Führung geht los.

Der Betrieb erstreckt sich über 3 Etagen auf einem bestimmt Fussballfeld grossem Gelände. Wir sehen die Bäckerei, die unterschiedlichen Kühlvorrichtungen, die gigantischen, computergesteuerten Palettenlagerhallen und die Cateringwägelchen aus den Flugzeugen.

Hier wird nicht nur für Lufthansa selbst sondern auch für viele andere Airlines das Essen zubereitet. Bis zu 800 unterschiedliche Gerichte gehen dort pro Tag über die Schwellen. Das ist sehr beeindruckend. Alles dort ist mega sauber!! Wir haben auch die Waschküchen gesehen und selbst die sahen sehr gut aus.

In den unterschiedlichsten Lebensmittellagern läuft alles nach dem "First in first out" Prinzip. Frische Lebensmittel, die aus der ganzen Welt angeliefert werden, lagern meist nicht länger als 48 Stunden.

Dann gibt es da Jobs, die wirklich nervtötend sein müssen. Den Job of the Day hatten für mich eindeutig die Frauen, die die Plastikgabeln, -löffel, -messer, das Salz, den Pfeffer, das Erfrischungstuch, den Zucker und den Kaffeeweisser in diese Kunststoffverpackung stecken mussten, die man dann nachher verschweisst auf dem Tablett findet.

Auch die Zubereitung des Essens ist für jede einzelne arbeitende Person nicht sonderlich vielseitig. Die haben Kernkompetenzen wie das Zuschneiden von Paprika, das Mixen von Kartoffelpü oder das Trennen von Zitronenscheiben. Schnell kam die Frage ob es ein Rotationssystem gäbe, so dass der eine nicht ständig nur Paprika schneidet, sondern auch mal zur Gurke rüber darf. Die Antwort war, dass das meist nicht gewünscht wird, weil die Arbeiter froh sind, wenn sie ihr Tätigkeitsfeld perfekt beherrschen und sich daher ungern in was neues einarbeiten.

Ich hatte ja zuvor schonmal den ein oder anderen fiesen Kommentar zum Essen bei China Eastern abgelassen. Das erklärt sich jetzt nur noch mehr nachdem wir gesehen haben, dass sich China Eastern -die auch vom Lufthansa Catering bedient werden- eigene asiatische Testesser besorgt hat. Alle anderen Airlines haben sich mit dem "westlichen Essen" arrangiert. Nur China Eastern hat Testesser abgestellt. :o))

Insgesamt hat die Führung 1h gedauert und wir haben danach noch einige sehr leckere Snacks bekommen. Das war eine sehr interessante Führung um einfach mal zu sehen wie viel dort schon fertig in den Wägelchen bereit steht. Ich hatte irgendwie immer den Eindruck gewonnen, dass die Flugbegleiterinnen noch etwas mehr an Board organisieren, aber nix. Alles schon fertig. Die müssen nur austeilen, grinsen und einsammeln. Was machen die denn bloss auf nem Flug von Frankfurt nach Hong Kong? Ich hoffe dass ich auch das noch erfahren werde. Vielleicht frage ich einfach beim nächsten Flug mal nach, was die in der Zeit machen in der sie kein Essen verteilen. Ich meine die sind ja schon immer auffällig ordentlich geschminkt und die Haare wirken ja auch fast immer wie frisch gebürstet. Ausserdem sehen die immer viel ausgeschlafener aus als die Passagiere...

Bootstour nach Tai O - 17.03.2007

Nach der langen Winterpause ist jetzt endlich wieder das Bayerboot unterwegs. Am Samstag um 12 Uhr haben wir am Queenspier abgelegt um von dort aus in Richtung Tai O zu schippern. Wir waren mit ca.20 Personen unterwegs. Die Crew hatte für Getränke und Snacks gesorgt und so konnten wir es uns - bei leider etwas diesigem Wetter - auf dem Boot gemütlich machen. Die Fahrt nach Tai O dauerte ca. 2 Stunden. Tai O ist ein altes Fischerdorf das wie Venedig sein soll.



In Tai O gibt es gar nicht so viel zu sehen. Nur eine "Hauptstrasse" an der getrocknete Fischsnacks verkauft werden. Die Häuschen auf den Stelzen wirken sehr zerbrechlich und baufällig. Die Wandhöhe liegt bei unter 1,70m. Ich könnte daher noch nicht mal in den Häusern aufrecht stehen. Trotzdem haben einige TV und Aircon. Das hat mich verwundert. Die Häuser haben nämlich irgendwie was von auf Stelzen gezimmerten Minicontainern.

In Tai O gibt es auch einen Tempel. Dieser Tempel hat zwei Türen. Eine äussere und eine innere Tür. Die äussere Tür hat eine sehr hohe Türschwelle, auf die man nicht drauftreten darf. Die Türschwelle ist so hoch, damit das Böse nicht eintreten kann. Die zweite Tür ist nur für Gott. Man sollte es also vermeiden durch die zweite Tür zu gehen. Die zweite Tür passiert man, indem man sie umgeht. Ein alter Mann ist geradeaus duch die 2. Tür gegangen und uns wurde gesagt, dass der das darf. Warum nur? Habs nicht gecheckt.

Nachdem wir in 1h Tai O erkundet hatten sind einige von dort mit dem Bus zurück gefahren und der harte Kern ist dann wieder aufs Boot. Die Weiterfahrt nach Lamme Island zum Seafood- Restaurant dauerte verdammt lange. Die See war zeimlich aufgewühlt und schon nach kurzer Zeit war den ersten schlecht. Nicht so schön!

Auf Lamma konnten wir uns dann erholen. Von den 14 Leutchen die noch dabei waren haben glaube ich noch 10 Leute gegessen. Das Essen war wie immer super!

Der Rückweg war dann OK. Gegen 22 Uhr waren wir wieder am Pier. Ein schöner Tag!

3/11/2007

H&M - Heute 11 Uhr

Ich möchte hier nur kurz zwei Bilder einstellen um zu zeigen, dass sich die gesamte Werbung von H&M gelohnt hat. Wir sind nicht in den Laden gekommen aber es hat sich gelohnt einfach mal zu schauen was sich dort so tut. Unglaublich oder?




3/07/2007

Mein selbstgenähter Schwangerschaftsrock

Was macht die Sandra denn so die ganze Zeit in Hong Kong? Die kann doch nicht nur Kaffee trinken, Wandern und Shoppen gehen und Mittag essen. Das stimmt auch! Eine meiner neu errungenen Fähigkeiten ist das Nähen!! Seit einigen Wochen habe ich an einem Nähkurs teilgenommen. Geleitet wurde dieser von einer australischen Designerin. Ziel dieses Kurses war es sich einen Rock masszuschneidern!! Nun kann ich auf Englisch nähen. Die ganzen Begriffe kenne ich leider nicht auf Deutsch, aber das macht ja erstmal nichts. Heute habe ich den Rock fertiggestellt und bin sehr begeistert. Daher müsst Ihr Euch den nun mal ansehen:

Das Gute ist, dass ich den nach der Schwangerschaft ganz einfach zu einem normalen Rock umfunktionieren kann. Also handelt es sich nicht nur um ein Kleidungsstück für 58 Tage!!

H&M eröffnet am 10.März 2007 um 11 Uhr seinen ersten Shop in Hong Kong!!





Ich habe ja schon sehr häufig gedacht, dass in Asien H&M einfach fehlt!! Das ändert sich jetzt! Eigentlich ist das nichts besonderes aber die Werbung übertrifft alles, was ich bislang vor einer Neueröffnung gesehen habe. Ich musste einfach mal folgende Fotos machen um diese Wahnsinns Imagewerbung festzuhalten. Es sind Strassenbahnen, ganze U-Bahnstationen und Strassenabschinitte sowie Flatscreens mit Madonna H&M Werbung bestückt worden!!! Ich glaube es gibt in ganz Hong Kong nicht eine einzige Frau, die nicht weiss wo und wann H&M eröffnet! Die ersten drei Tage wird man dort bestimmt totgetrampelt! Wenn ich Zeit habe, dann werde ich auf jeden Fall zum Eröffnungstermin gehen um Fotos zu schiessen!!!

Shanghai - 28.2.-3.3.2007

Am 28.2.2007 um 8 Uhr ging unser China Eastern Flieger nach Shanghai. Wie immer vor einem China Eastern Flug hatten Chris und ich vorher gut gefrühstückt, damit wir nicht auf die herausragende Boardküche angewiesen sind. Es ist sehr ratsam bei dieser Airline auf den warmen Teil des Essens zu verzichten. Hervorragend sind dagegen die von China Eastern eingesetzten Flugzeuge!! Sowohl auf unserem Hinflug als auch auf dem Rückflug hatten wir einen nigelnagelneuen Flieger. Sehr angenehm mit ordentlich Beinfreiheit!!
In Shanghai angekommen mussten wir feststellen, dass wir in eine andere Klimazone gereist waren. Keine Spur von den freundlichen 26 Grad in Hong Kong. In Shanghai waren grad mal 17 Grad und es regnete leicht. Dadurch haben wir uns aber die Wiedersehensfreude nicht nehmen lassen. Schnell sind wir mit dem Taxi zum Purple Mountain Hotel gefahren und haben unsere Klamöttchen abgeladen. Weil mein Schatzi in Rekordzeit von 11 Minuten alles gepackt hatte wunderte es uns auch wenig, dass er diesen Businesstrip so ganz ohne Hemden angetreten hatte. Damit stand dann unser erstes Ziel in Shanghai fest. Das konnten wir dann prima mit dem foodcourt auf der Huaihailu verbinden. FRUEDE!!! Kaum 2 Stunden in Shanghai und schon zum ersten Mal Teppanyaki gegessen. Anschliessend sind wir dann zum unterirdischen Babymarkt gelaufen um uns dort mal unter dem neugewonnenen Blickwinkel werdender Eltern umzusehen. Wow!! Eine Riesige Auswahl an wunderschönen Kindersachen für kleines Geld!! Etwas mussten wir natürlich kaufen aber wir haben es nicht übertrieben.
Dann sind wir zum Bund und haben erstmal Touristenfotos gemacht. Die fehlten uns nämlich noch von Shanghai. Nach einigen Aufnahmen mit dem Victoryzeichen und Zahnpastalächeln haben wir mit der Fähre nach Pudong übergesetzt um einmal durch unsere Wohnanlage zu laufen. Nette Erinnerung!
Am Abend hat es uns dann ins Latina verschlagen. ;o) All you can eat - brasilianisches BBQ.
Chris musste natürlich am nächsten Tag wieder arbeiten und so sind wir nicht wie geplant danach ins Zapatas gegangen sondern haben den Heimweg ins Hotel angetreten.
Während Chris schon auf dem Weg ins Büro war konnte ich ein wunderschönes Frühstück geniessen. Es gab sogar französische Crossiants, Müsli und jede Menge Früchte. Anschliessend musste ich mich auch schon tummeln um rechtzeitig am Xintiandi zu sein um meine ehemalige Arbeitskollegin Barbara zu treffen. Mit ihr bin ich dann in alter Tradition im Wagas zu Mittag essen und danach natürlich noch einen Cafe' Latte im Starbucks trinken gewesen. Wie immer war die Mittagspause zu kurz und die Zeit zu schnell vorbei. Schade, aber wir sehen uns ja wieder.
Der Nachmittag ist dann irgendwie verflogen und zu Abend sind wir dann auf meinen Wunsch hin in meine Lieblings-Tapasbar in der Maoming Lu gegangen. Mmmmmmmmmmuhhhhhhh Lecker! Brot mit Aioli, Gambaspfännchen, Jalapeno Peppers und Mixed Olives! OK, das Aioli musste ich wegen dem rohen Eigelb weglassen und mein normalerweise dazu konsumiertes Bier war ja auch gestrichen aber dennoch hat es sehr sehr gut geschmeckt!
Und was macht man mit einem angebrochenen Abend in Shanghai, wenn man nur 3 Tage vor Ort ist? Richtig! DVDs kaufen. Aus zuverlässiger Quelle hatten wir die neue Lokation des Ka De Clubs erfahren und uns von einem Taxi in der Taikang Lu absetzen lassen. Das bislang an jeder Niederlassung wiederkehrende Erkennungszeichen "Roter Lampignon" half uns auch dieses Mal den Eingang zu finden. Wie viele DVDs wir gekauft haben spielt ja keine Rolle aber da die dort keine Kreditkarten nahmen mussten wir uns auf dem Rückweg vom Taxi an einer Bank rausschmeissen lassen um unseren Cashvorrat aufzufüllen. Pro DVD oder CD 1 Euro sag ich nur!! Und es gibt alle aktuellen Kinofilme, Serien usw. Also mit 24 haben wir ja jedem schon in den Ohren gelegen. Ich sag nur Tütü tüüdüüüüüüü!! Es gibt sie übrigens! Die 6. Staffel!! Sie war leider noch nicht verfügbar! 2 Wochen noch!!! Zitter!
Jetzt haben wir aber etwas ähnlich grausamens aufgetan. Auch so eine Serie.. Prisonbreak! Naja, ich bin mal sehr gespannt ob uns die so fesseln kann wie 24.
Am Freitag habe ich mich dann Tagsüber mit Young zum Mittag verabredet und bin später auf einem der neuen Fakemärkte gewesen. Der den ich besucht hatte war an der U-Bahnstation vom Shanghai Science & Technologie Museum. Dort gab es eine super Taschenqualität!! Echtes Leder für kleines Geld. Ich hatte mich allerdings gegen eine weitere Handtasche entschieden, da ich bald wohl kaum noch einen Arm für eine Handtasche frei haben werde. Jedenfalls kann man nun noch viel bessser handeln als auf dem ursprünglichen Markt, weil sich der neue Standort noch nicht so weit rumgesprochen hat. Allerdings ist es dort auch noch nerviger da sich gleich 3 Verkäufer um einen reissen.
Am Abend war es dann endlich so weit - das lang ersehnte Essen im GINTEI Teppanyaki Restaurant um 19 Uhr! Und es sollte noch besser kommen. Unser Lieblingskoch war da!!! Für die, die uns noch nicht besucht haben ist die Qualität des Essens und die Vielfalt des Essens in diesem Restaurant nicht nachvollziehbar und daher mache ich auch keinen Versuch es hier zu beschreiben, da eine Beschreibung an das Esserlebnis nie rankommen könnte.


Wir haben 3 Stunden lang gegessen und getrunken für 17 Euro pro Nase!!

Es wäre kein Freitagabend in Shanghai, wenn nicht der nächste Gang ins Malones gewesen wäre. Das Malones ist eigentlich eine Sportsbar mit etlichen Flatscreens. Aber das Beste an dem Laden ist die Philippinische Liveband! Die spielen so richtig tolle Rockmusik! Die Stimmer der Sängerinnen und Sänger sind toll und es singen halt einfach alle mit.

Um halb 2 habe ich dann aber doch geschwächelt, weil die Kleine mir immer auf Blase rumgetanzt hat und ich die Hälfte der Zeit auf der Toilette verbracht habe. Unser Minimäuschen weiss halt schon was gute Musik ist!

Samstag gab es dann noch ein ausführliches Frühstück im Hotel und danach einen Kaufrausch auf dem 2. Teil des Fakemarktes. Dieser ist nun in einem Kaufhaus in Pudong nahe dem Next Age.

Zu guter letzt haben wir noch am Bund einen Kaffee mit Simone und Michael am Bund getrunken.

Fazit: Unsere alte Heimat gefällt uns nach wie vor sehr gut. Das Wetter und die Infrastruktur ist aber in Hong Kong bedeutend besser. Essen gehen kann man auf jeden Fall in Shanghai günstiger und ausgefallener. Uns hat unser Fahrer Zhang gefehlt.